Cembalo "Blanchet"


NEUPERT-Cembalo
"Blanchet"
 

François Étienne Blanchet (1695-1761) war das berühmteste Mitglied einer Familie von Instrumentenbauern, die den französischen Cembalobau des 18. Jahrhunderts maßgebend prägte. Sein Vater Nicolas Blanchet (geb. 1660) war von Reims nach Paris zugewandert und hatte dort mit dem Bau von Cembali und Spinetten begonnen, der sich dann unter François Etienne zu höchstem Ansehen entwickelte. In François Étienne Blanchets Pariser Werkstatt in der Rue de la Verriere wurden neben neuen Instrumenten auch alte flämische Cembali der Familie Ruckers dem Zeitgeschmack entsprechend umgebaut und auf einen Tonumfang von fünf Oktaven erweitert ("grand ravalement").

François Blanchet war auch der Lehrmeister Pascal Taskins, des bedeutendsten französischen Cembalobauers in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nach dem Tod von François Etienne Blanchets gleichnamigen Sohn im Jahre 1766 heiratete Pascal Taskin dessen Frau und führte die instrumentenbauliche Tradition der Familie zu einem letzten Höhepunkt.

Unter den erhaltenen Blanchet-Instrumenten befindet sich nur ein einziges einmanualiges Cembalo. Dieses 1737 von François Etienne Blanchet gebaute Instrument bildete die Vorlage für unseren originalgetreuen Nachbau.

Technische Angaben:

einmanualig, originalgetreuer Nachbau

Klaviaturumfang: G1-e3 (= 4 5/6 Oktaven)
Disposition: 81', 82'; 82'-Laute

 

Holz-Springer, Delrin-Bekielung

Gehäuse: massiv Linde, farbig lackiert nach NEUPERT-Farbmustern, goldfarbene Zierstreifen;
Fußgestell im Stil Louis XIV;

Länge 220 cm, Breite 88 cm, Gewicht 63 kg

 

  clavecin à un clavier

étendue de clavier: Sol1-mi3 (= 4 5/6 octaves)
disposition: 81', 82', luth pour 82'
longueur 220 cm, largeur 88 cm, net 63 kg

1 manuale

estensione della tastíera: 4 5/6 ottave (Sol1 -mi3)

disposizione: 81', 82', liuto a 82'

lunghezza 220 cm, larghezza 88 cm, netto 63 kg

1 teclado

extensión del teclado: 4 5/6 octavas (Sol1 -mi3)

disposición: 81', 82', laúd a 82'

largo 220 cm, ancho 88 cm, neto 63 kg

 

Lieferbare Zusatzausstattung

  • Erweiterung des Klaviaturumfangs um Taste f3
  • Transponiervorrichtung (a1 = 440/415 Hz)
  • Blattgold-Zierstreifen
  • Resonanzbodenbemalung
  • Fußgestelle in verschiedenen Stilausführungen
  • Bänke und Decken passend zum Instrument
  • Deckelbemalung